Was ist dynamische Äquivalenz?

Dynamische Äquivalenz ist ein Übersetzungskonzept, das den funktionalen Effekt eines Textes auf sein Zielpublikum gegenüber der formalen Entsprechung zur Struktur der Ausgangssprache priorisiert. Anstatt Wörter oder Syntax mechanisch zu reproduzieren, zielt sie darauf ab, die Bedeutung so zu vermitteln, dass im Rezeptionskontext eine vergleichbare kognitive und pragmatische Reaktion hervorgerufen wird. Im Rahmen der Evidence-Based Biblical Studies (EBBS) wird dynamische Äquivalenz weder als Datentyp noch als analytisches Instrument verstanden, sondern als ein konzeptioneller Rahmen, der Übersetzungsentscheidungen unter evidenziellen Bedingungen leitet. Ihre Anwendung erfordert eine transparente Begründung, eine explizite Gewichtung sprachlicher, historischer und kontextueller Daten sowie eine fortlaufende Unterscheidung zwischen Textbedeutung und rezeptionsgeleiteter Anpassung.

Eva Bronzini | pexels.com

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